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Lehmgrube bei Ettwiesen

+ Donnerstag, 21. Juli 2005, Allgäuer Zeitung ++

 

„Zentrales Dreckloch des Allgäus“

Zum Artikel „Auffüllen der Lehmgrube dauert 25 Jahre“ vom 15. Juli:

Zu der Fülle an Informationen, die den Marktoberdorfer Bürgern über die Zukunft der Lehmgrube bei Ettwiesen am vergangenen Freitag präsentiert wurde, möchte ich noch einige anfügen:

1. Bereits heute wachsen „geschützte Pflanzen“ ohne unser Zutun in der ehemaligen Lehmgrube.

2. Auch die „seltenen Tiere“ haben sich bereits von selbst eingestellt und werden sich weiter dem Zustand entsprechend ansiedeln.

3. Die Begrünung hat ebenfalls schon selbständig begonnen, wie die Abbildung zum Artikel zeigt.

4. Geologisch interessante Felsformationen (hart und steil) bleiben von selbst erhalten.

5. Wenn das sich sammelnde Sickerwasser vor dem Abfluss in den Ettwieser Bach bei der Nutzung als Deponie untersucht werden muss, wird wohl angenommen, dass „leicht verunreinigte Böden, Farben- und Kleberreste, Teer- und andere Dreckreste von Straßenrändern“(Zitat) nicht so ganz harmlos sind.

6. Bei den häufigen Westwinden ist eine Belastung durch Staub aus der Deponie für die umgebenden Wiesen denkbar.

7. Wenn 25 Jahre lang jeden Werktag im Schnitt alle halbe Stunde ein Lkw „grubenfremdes Material“ (eine herrliche Wortschöpfung!) abliefern soll, wird Marktoberdorf zum Mittelpunkt eines großen Einzugsgebietes, sozusagen zum zentralen Dreckloch des Allgäus (wenn nicht darüber hinaus).

Johann Bauer

Marktoberdorf

  

Quelle: Allgäuer Zeitung