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Lehmgrube bei Ettwiesen

Flugblatt der Landwirte, verteilt vor dem Rathaus bei der Demonstration am Tag der Stadtratssitzung (25.7.2005)

Wir Landwirte und Anwohner von Ettwiesen und Umgebung setzen uns für eine gesunde Landwirtschaft und den Erhalt des Naherholungsgebietes in Ettwiesen ein. 

Ettwiesen ist geprägt durch unsere bäuerliche Landwirtschaft. Die Nutzung der landwirtschaftlichen Flächen (hauptsächlich durch Vollerwerbsbetriebe) stellt unsere Existenzgrundlage dar. Daneben schätzen unsere Bürger das vielleicht schönste Naherholungsgebiet von Marktoberdorf.

Landwirtschaft und Erholung leben bisher konfliktfrei miteinander. Dies war auch bisher das Ziel der Stadt die im Flächennutzungsplan Landwirtschaft und Erholungsgebiet vorsieht.

Im Vertrauen darauf, haben wir auf den Standort Ettwiesen gesetzt und erhebliche Investitionen in unseren Betrieben getätigt.

 

Durch den Bau eines Campingplatzes und die Verfüllung der Lehmgrube mit belastetem Material sehen wir uns in unserer Existenz erheblich eingeschränkt, unsere Lebensqualität beeinträchtigt und das Erholungsgebiet gefährdet

 

120 Campingplätze in einem jetzt schon ausgelasteten Gebiet;

Wie soll das gehen?

Gegenseitige Konflikte sind vorprogrammiert!

 

Wir sollen den zusätzlichen Lärm, die Belastungen des Verkehrs (z.B. Abgase, steigende Unfallgefahr, Lärm usw.) ertragen.

Im Gegenzug müssten wir bei unserer Bewirtschaftung (z.B. Weidebetrieb, Gülle Ausbringung, Landwirtschaftliche Arbeiten) auf die Urlaubsgäste Rücksicht nehmen, die hier ja Ruhe und Erholung suchen.

Bei künftigen Baumaßnahmen müssten WIR die Immissionsrechtlichen Abstände einhalten.

Verkehrte Welt!

  

Die Verfüllung der Lehmgrube noch dazu mit belastetem Material sehen wir als Anschlag auf unsere Gesundheit und unsere Existenz:

 

25 LKW pro Tag bedeuten ca. alle 10 Minuten 1 Schwerlast LKW im Hin- und Rücktransport.

Verfrachtungen des belasteten Materials durch den Wind auf unsere Felder sind zu erwarten.

Deponieabwässer sollen durch unsere Wiesen in den Ettwieser Bach und weiter ins Wohngebiet Gewend fließen.

 

Wir produzieren gesunde Lebensmittel!

Wie soll das in Zukunft möglich sein?